Im Spinnennetz aus Gedanken und Ego

 

Die vergangenen 2-3 Wochen habe ich als große Herausforderung erlebt. Um mich war es sehr turbulent, viel los, viel Ablenkung und funktionieren.
Wenn das Ego schreit und die Gedanken laut werden, dann hilft mir eigentlich nur, daß ich einen Schritt zurück gehe, um mich nicht damit zu identifizieren.
Meine Gedanken sind nicht die Essenz, die mich ausmacht, genauso wenig, wie die Spiele, die mein Ego anzetteln möchte.
Das zu begreifen fällt mir manchmal noch sehr schwer.
So lange, eigentlich mein ganzes Leben lang, habe ich mich mit meinen Gedanken und meinem Ego identifiziert. DAS BIN ICH – dachte ich. Denn meine Gefühle wurden nicht ernst genommen oder, im schlimmsten Fall, sogar negiert „Ach komm, stell dich nicht so an!“  - „So schlimm war das doch gar nicht!“ – „Es ist doch nichts passiert!“
Ich schätze, fast alle von uns, kennen das so ähnlich.
Aber wie komme ich da heraus?
Heraus aus diesem Spinnennetz aus Gedanken, Vorstellungen und Interpretationen?
Oft merke ich gar nicht gleich, wenn ich mich wieder in den Fäden dieses Netzes verfangen habe. Ich merke es meist erst dann, wenn ich nicht mehr kann, nicht mehr weiter weiß und flüchte.
Flüchte, in mich selbst.
Wenn ich mich in diesem Spinnennetz verloren habe, dann brauche ich Ruhe. In dieser Ruhe komme ich dann nach und nach wieder bei mir an. So als würde sich ein zerbrochener Spiegel Stück für Stück wieder zusammenfügen. Nach und nach kann ich dann wieder fühlen, wer ich wirklich bin, kann sehen, daß ich mich im Außen verloren hatte.
Dann kehrt Ruhe ein.
Dann kann ich die Schönheit um mich herum wieder wahrnehmen.
Ich wünsche mir dann oft, daß ich es früher erkennen kann, wünsche mir, daß ich früher bemerke, wenn ich dabei bin, mich zu verlieren.

 

Wie ist das bei Dir?
Was machst Du, wenn Du merkst, daß Du Dich verlierst?
Wie fühlst Du Dich dann?
Wie findest Du Dich wieder?

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